Einbruchdiebstähle um 25 Prozent gestiegen – Polizei setzt auf Beratung und Wachsamkeit

(Kanton VS). Die Zahl der Einbruchdiebstähle im Wallis ist 2025 um 25 Prozent gestiegen.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit rückt der Einbruchschutz erneut in den Fokus. Im Rahmen der nationalen Kampagne „Einbruch in Sicht?“ sensibilisiert die Kantonspolizei Wallis die Bevölkerung für wirksame Schutzmassnahmen und setzt dabei auf den direkten Kontakt vor Ort.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einbruchzahlen: 2025 wurden im Wallis 1’082 Einbruchdiebstähle registriert, gegenüber 867 im Vorjahr.
  • Zunahme: 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Kampagne: „Einbruch in Sicht?“ läuft vom 26. Oktober 2026 bis zum 28. Februar 2027.
  • Prävention vor Ort: Sechs Informationsstände im Oktober und November.
  • Individuelle Beratung: Die Kantonspolizei Wallis bietet eine kostenlose Sicherheitsberatung am eigenen Zuhause an.
  • Verdächtige Beobachtungen: Frühzeitig über die Polizeinotrufnummer 117 melden.

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher einsetzt, steigt auch das Einbruchsrisiko. Ein Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass das Thema auch im Wallis aktuell ist: 2025 wurden insgesamt 1’082 Einbruchdiebstähle registriert, gegenüber 867 im Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme von 25 Prozent.



Gemeinsam aufmerksam, gemeinsam gegen Einbruch

Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) lanciert gemeinsam mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps die nationale Kampagne „Einbruch in Sicht?“. Diese dauert vom 26. Oktober 2026 bis zum 28. Februar 2027 und stellt eine einfache Botschaft in den Mittelpunkt: Einbruchschutz ist eine gemeinsame Aufgabe.

Einbruchdiebstähle verursachen nicht nur materielle Schäden, sondern beinträchtigen auch das Sicherheitsgefühl der Betroffenen. Bereits einfache Massnahmen können das Einbruchsrisiko reduzieren: Haustüren auch bei kurzer Abwesenheit abschliessen, Fenster konsequent schliessen, denn gekippte Fenster sind offene Fenster, und mit gezielter Beleuchtung Anwesenheit vortäuschen.

Ebenso wichtig ist eine gute Nachbarschaft. Wer den Kontakt zu seinen Nachbarn pflegt, aufeinander achtet und im Alltag aufmerksam bleibt, kann zur Sicherheit beitragen. Verdächtige Beobachtungen sollten frühzeitig über die Polizeinotrufnummer 117 gemeldet werden. Ein rechtzeitiger Hinweis kann helfen, Straftaten zu verhindern oder aufzuklären.

Die Kantonspolizei sucht das Gespräch mit der Bevölkerung

Im Oktober und November ist die Kantonspolizei an sechs Präventionsständen im Kanton präsent. Die Bevölkerung kann sich dort über wirksame Schutzmassnahmen gegen Einbruch informieren, praktische Tipps erhalten und Fragen direkt mit den Fachpersonen besprechen.

Kantonspolizei Wallis | Prävention vor Ort

Die Präventionsstände im Überblick

Vom 28. Oktober bis zum 28. November 2026 ist die Kantonspolizei Wallis an sechs Standorten präsent. Interessierte können sich vor Ort über Einbruchschutz informieren und direkt mit Fachpersonen sprechen.

28. Oktober 2026

Centerpark Visp · 14.00 – 17.00 Uhr
CC Martigny Manoir · 13.30 – 17.00 Uhr

4. November 2026

Simplon Center Brig-Glis · 14.00 – 17.00 Uhr
Forum des Alpes Conthey · 13.30 – 17.00 Uhr

18. November 2026

Centre Manor Sierre · 13.00 – 17.00 Uhr

28. November 2026

Uvrier Centre · 10.00 – 16.00 Uhr

Wie sicher ist das eigene Zuhause?

Wer über die allgemeinen Präventionstipps hinaus wissen möchte, wie gut das eigene Zuhause gegen Einbrüche geschützt ist, kann eine kostenlose individuelle Sicherheitsberatung mit der Kantonspolizei Wallis vereinbaren.

Die Mitarbeitenden der Einheit Kommunikation & Prävention beurteilen die Situation direkt vor Ort, zeigen mögliche Schwachstellen auf und empfehlen geeignete Schutzmassnahmen.

Eine Beratung kann unter www.einbruch.polizeiwallis.ch vereinbart werden.

 

Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Kantonspolizei Wallis


Polizei.news informiert | Mechanischer Einbruchschutz

Ein sicheres Zuhause beginnt beim Zusammenspiel von Türen, Fenstern und Verriegelungen

Ein einzelnes Zusatzschloss oder eine Kamera ergibt noch kein vollständiges Schutzkonzept. Entscheidend ist, welche Zugänge erreichbar sind und wie gut die einzelnen Bauteile zusammenwirken. Eine fachliche Prüfung hilft, zuerst die wichtigsten Schwachstellen anzugehen.

1. Türen als vollständiges Bauteil betrachten

Türblatt, Rahmen, Schloss, Beschläge und Befestigung müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein hochwertiger Schliesszylinder allein gleicht einen schwachen Rahmen nicht aus. Lassen Sie bei einer geplanten Nachrüstung prüfen, welche Verstärkungen zur vorhandenen Konstruktion passen und fachgerecht montiert werden können.

2. Auch Neben- und Kellerzugänge prüfen

Beziehen Sie bei der Bestandsaufnahme nicht nur die Haustür ein. Leicht erreichbare Fenster, Terrassentüren und Nebeneingänge verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. Geeignete Zusatzverriegelungen und Sicherungen können den Widerstand gegen gewaltsames Öffnen erhöhen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Bauteil und dessen Zustand ab.

3. Alarmtechnik als Ergänzung planen

Mechanische Sicherungen erschweren das Eindringen. Eine Alarmanlage kann einen Einbruchsversuch erkennen und melden, ersetzt diesen Widerstand aber nicht. Klären Sie vor dem Einbau, wer eine Meldung erhält und wie darauf reagiert wird. Fachgerechte Planung und Wartung helfen zudem, Fehlalarme zu vermeiden.

Im Ernstfall: Versuchen Sie nicht, eine mutmassliche Einbrecherin oder einen mutmasslichen Einbrecher festzuhalten. Ziehen Sie sich in Sicherheit zurück und alarmieren Sie die Polizei über 117. Verändern Sie nach einem festgestellten Einbruch möglichst nichts, damit Spuren erhalten bleiben.

Weiterführender Ratgeber: Eine ausführliche Anleitung für die Bestandsaufnahme bietet Einbruchschutz für Wohnungen und Häuser: Schwachstellen systematisch prüfen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion






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